Autor Thema: Fairytales retold  (Gelesen 154 mal)

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Offline lara_ela

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Fairytales retold
« am: 19-07-2020, 21:29:43 »
https://www.fairytales-retold.com/die-mutigste?fbclid=IwAR1BUyxBvkpH2x-51EFLzqZJk0GESip9XTZhK_ofQemY5E8zOSX7WKEMsxQ

Ist es Zeit die Märchen anders zu erzählen? Prinzessinen sind mutig anstatt schön?

Hier gehts um Schneewittchen.
Weiter unten kann man das Märchen anhören (auf Englisch).
Sie ist nicht die schönste im ganzen Land, sondern die mutigste.
Sie kommt zu den 7 Zwergen, die aus 7 unterschiedlichen Ländern kommen, und bringt ihnen Schreiben, Lesen und Zeichnen bei, und wie sie ihre Ängste bezwingen können.
Wenn die Zwerge aus den Minen kommen, hat Schneewittchen zu Hause Sachen repariert und Aufgaben erstellt zum Üben.
Als der Prinz sagt, er wolle die Stiefmutter töten, sagt sie, sie findet es Strafe genug, wenn sie ihr Leben unglücklich vor lauter Eifersucht leben muss.
und am Ende verabschieden sich Prinz und Schneewittchen von den Zwergen, weil Schneewittchen die fernen Länder bereisen und Abenteuer erleben möchte.

Was sagt ihr zu sowas? Ist sowas wichtig?
Wäre es möglich einfach eine eigene Geschichte zu erzählen und die alten Märchen eben so zu lassen?
Sind Mädchen einfach gern Prinzessinnen?

Also ich persönlich, war ja beides: Prinzessin, die gerettet werden muss, und Batman/Knight Rider/Winnetou, der rettet. Ich hab alles gespielt, wurscht was. Aber ich hatte echte Probleme weibliche Heldinnen zu finden - bis zu Prinzessin Fantaghirò, die mir da wirklich geholfen hat, beide Welten für mich zu verbinden. Hätt ich sowas wie Fantaghirò früher schon gebraucht? (ein Bekannter hatte mir Shira vorgestellt, oder wie sie hieß... von He-Man. da kannt ich deshalb die Action Figur, aber keine Story dazu)
Bei Raumschiff Enterprise war ich übrigens immer Ohura ;D, meine Schwester war Spock oder Pille und mein Bruder... konnte nur Kirk sein ;D
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Offline wuschelengel

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Re: Fairytales retold
« Antwort #1 am: 19-07-2020, 21:54:23 »
Für mich sind Märchen rein als historische Erzählungen interessant, als Kindergeschichten aber nicht. Meine Kinder haben im Kleinkindalter diese klassischen Märchen nicht vorgelesen bekommen. Meine Kinder haben vom ersten Lebensjahr an wirklich eine enorme Breite an altersgerechter Kinderliteratur zur Verfügung gehabt. 

Die Märchen haben sie erst im Schulalter kennen gelernt, da sind für mich die bekannteren dann Teil der Allgemeinbildung. Da meine Kinder keine Filme schauen wollen, kennen sie auch die Disney Versionen großteils nicht. 

Ich finde es richtig, dass moderne Märchen auch eine größere Bandbreite an Rollen anbieten. (für Buben auch!) 

Meine Tochter hat ein Buch mit 10 Prinzessinnengeschichten und die sind alle völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Sie sind auch ganz unterschiedlich gezeichnet, auch von der Kleidung. Da trägt eine Jeans und klettert auf Bäume usw. und sie sind jedenfalls alle schlau und haben unterschiedliche Ziele. 

Solche Geschichten spielen meine Kinder übrigens fast gar nicht nach! Aber die schauen halt auch nach wie vor nicht fern. Und dass sie Bücher als Vorlage nehmen...hm..vielleicht hin und wieder? 

Meine Tochter spielt jetzt zB sehr gerne mit Barbie - ich habe das im Alter von 5 bis 13 unheimlich viel gemacht, hatte fast nie anders zum Spielen. Habe dann wie meine Tochter kleiner war das eher kritisch gesehen, weil halt auch sehr viel Prinzessin und überhaupt ein komisches Körperbild und habs auch nicht aktiv angeboten. Meine Tochter hat ursprünglich auch nur dünne, blonde Barbies wollen (so ist sie aber selbst..). Nun liebt sie aber Barbie Fashionistas- das sind Barbie Puppen, die völlig unterschiedliche, optische Typen sind die auch ganz unterschiedlichen Kleidungsstil haben. Meine Tochter hat nun zum Geburtstag eine Barbie im Rollstuhl bekommen (die hat sie sich sehr gewünscht) und eine mit sehr dunkler Haut und violetten Haaren und kräftigerem Körberbau, sie hat auch schon eine mit Rastafrisur und eine mit Afro. Und sie meint, sie braucht die zum Spielen weil eben die echten Menschen auch nicht alle gleich ausschauen. 

Dass für Mädchen jedenfalls nicht das primäre Ziel sein sollte, einen Mann zum Heiraten zu finden, möchte ich meinen Mädels unbedingt vermitteln. (mir wurde das auch nie auftgetragen- aber innerlich wollte ich das seit ich 13 war und ich hätte mich lieber auf andere Dinge mehr konzentrieren sollen).
Von mir eröffnete Themen haben immer mit mir und meinem Leben zu tun, außer das geht explizit aus diesem hervor.

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