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Ende des gratis Plastiksackerls
von
lara_ela
am 09 Mai, 2016 09:16
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Die großen Lebensmittelgeschäfte haben entschieden, keine gratis Obstsackerl bei der Kassa bereitliegen zu lassen. Ich hatte mich eh schon lange über diese Praxis gewundert. Leider habe ich das nur im Radio gehört und jetzt keinen Artikel gefunden, lediglich einen FB Kommentar von einem, der sich furchtbar darüber aufregt, dass er keine Sackerl mehr kriegt und sich nun sogar in Sachen Umweltschutz von der EU bevormunden lassen muss. Anscheinend bleiben die obstsackerl zu den vorgesehenen Zweck (Obst und Gemüse einkaufen) derweil noch so erhalten.
Ich persönlich bin selbstverständlich für eine Reduktion des Plastiks! Ganz allgemein ist aber gerade dieses Obstsackerl wahrscheinlich das aller geringste Problem. Ok, noch immer nehmen viele Leute für eine Karotte und einen Apfel und eine Birne einzelne Säcke, anstatt mehrere Sachen in einen sack zu geben. (Hab das früher auch getan, weil die Kassiererinnen immer leicht verzweifelt ausgesehen haben, wenn viele Pickerl aufm Sackerl waren. Aber jetzt ist das normal...) Aber die Verpackungen generell gehören reduziert! (Verbietet doch bitte endlich diesen dreier pack paprika! ZB) Plastik ist der Müll, der am schnellsten voll wird in meinen Trennungsbehältern. Und das Obstsackerl spielt dabei gar keine Rolle, da ich es, wenn es nicht kaputt ist, als Müllsack für den kleinen Kübel im Bad verwende! Genauso wie ich Sackerl von kleidungskäufen als Müllsack verwende. (Wenn ich nur ein Shirt kaufe, lehne ich das Sackerl oft ab. Auch bekommt man dann gern ein kleines, das sich zur Wiederverwendung kaum eignet)
Wie steht ihr zu den.Obstsackerl? Sollen sie gratis bleiben? Dürften sie etwas kosten? Manche Geschäfte bieten auch Papier an als Alternative, zumeist kostenpflichtig. Ist das eine gute Variante?
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#1
von
gothicpuss
am 09 Mai, 2016 09:32
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Also ich finde, es sollte überhaupt keine Gratis-Plastiksackerln mehr geben. Aber ich geb dir recht, bei Verpackungen ärger ich mich regelmäßig, wie viel unnötiges Material da dabei ist.
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#2
von
wuschelengel
am 09 Mai, 2016 09:40
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Ich finde das Verpackungsmaterial insgesamt gehört viel mehr reglementiert. Wozu brauch ich eine eingeschweißte Gurke? Sowas kauf ich aus Prinzip nicht.
Ich kaufe schon lange mit Stoffsackerl ein und hätte kein Problem damit, wenn die Bekleidungsgeschäfte auch umstellen. Ich verwende diese Sackerl zwar auch immer mehrmals, das machen aber wahrscheinlich nicht alle Leute.
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#3
von
lara_ela
am 09 Mai, 2016 09:45
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#4
von
bert
am 09 Mai, 2016 09:48
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Ich habe zwar ziemlich oft so ein Sackerl geben lassen, aber finde es nicht so schlecht weil ich mich jetzt daran gewöhnen muss das ich mir immer ein Stoffsackerl zum Einkaufen mitnehme.
Die Leute regen sich über jeden Scheiß auf FB auf und fühlen sich gleich einmal bevormundet, aber würden die Menschen wirklich eigenverantwortlich handeln dann sollte das mit diesen Sackerl kein Thema mehr sein.
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#5
von
lara_ela
am 09 Mai, 2016 09:58
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Also alternativ, das papiersackerl...? Auch nicht besser... man müsste es dreimal so oft verwenden wie das Plastiksackerl um den größeren Fußabdruck zu eliminieren... aber Naja, dafür kanns verrotten...
Ich habe mich da in Belgien vor vielen Jahren gewundert: am der Kassa ist hinter dem Scanner eine Aufhängung für die Verkaufssackerl. Darin wird das Sackerl gespannt. Die Verkäuferin zieht das Produkt über den Scanner und stellts in das aufgespannte sackerl. Die sackerl hängen zusammen, also, wenn eines "voll" ist wird das nächste hingeschoben. Bei einem normalen Einkauf bin ich schon mit vier, fünf so sackerl heim gegangen, die dann aber wiederum so schwach sind, dass man sie kaum nochmal verwenden kann. Das ist allerdings wirklich lange her!
Ich finde die Diskussion um die Plastik sackerl, va die dünnen obstsackerl, lächerlich vor dem Hintergrund, was eben sonst so alles sinnlos abgepackt wird!
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#6
von
wuschelengel
am 09 Mai, 2016 11:11
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Ich finde, es ist trotzdem ein Ansatz- dass man an vielen Punkten weitermachen kann und muss, versteht sich von selbst. Ich habe den Artikel mit den Nachteilen zu anderen Sackerln erst irgendwie gelesen, ich glaub auf orf.at Ich sehe das kritisch, wenn man sich anschaut wieviel Plastik zB im Meer schwimmt.
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#7
von
lara_ela
am 09 Mai, 2016 11:54
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Ja stimmt. Das mit dem Meer is a Wahnsinn!
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#8
von
bert
am 09 Mai, 2016 12:59
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Ich finde, es ist trotzdem ein Ansatz- dass man an vielen Punkten weitermachen kann und muss, versteht sich von selbst. So sehe ich das auch, mit irgendetwas muss ja begonnen werden und das ist noch am einfachsten.
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#9
von
lara_ela
am 09 Mai, 2016 15:08
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Wobei Österreich da sowieso ganz vorne mitspielt! Im Sinne von Kleinvieh macht auch Mist, begrüße ich so etwas immer! Und ich finde es furchtbar schade, wie sehr die meisten verdrossen sind, wenn sie meinen, dass das Kleine keinen Unterschied macht (bspw. Schaufenster nicht mehr zu beleuchten in einer Stadt... "das bissl hat ja gar keine Auswirkung" ja im Vergleich gehörte mal las vegas verdunkelt schon klar, aber erstens ist es ein Statement "ich/wir leiste/n meinen/unseren Beitrag und zweitens werden die Menschen sensibilisiert und auch in gewisser Weise erzogen. Wenn es normal wird, dass die Schaufenster nicht mehr mitten in der Nacht beleuchtet sind, wenn es normal ist, dass jeder seine Einkaufstaschen selbst mit hat... dann stört das nicht mehr. Und es fällt einem plötzlich negativ auf, wenn's woanders anders ist (wie beim Rauchverbot im Lokalen.)
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