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selber würste machen?
von
v123
am 17 Dez, 2008 11:03
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hat das schon mal jemand gemacht hier? wenn ja, wo muss ich darmhäute preislich dafür ansiedeln bzw gibts unterschiede zw naturdarm (und was soll das sein) und schweinedarm, worauf achten bzw weiß wer, ob es auch ohne "wursthorn" möglich ist?
vielleicht findet sich ja jemand, der was weiß darüber.
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#1
von
Charisma
am 17 Dez, 2008 18:15
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Wundert mich, dass da noch keine blöde Antwort kam... 
Ich war kurz davor *g*
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#2
von
LaZyCaT
am 17 Dez, 2008 19:11
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wer ist so dumm und macht das selbst?
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#3
von
v123
am 17 Dez, 2008 19:42
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ich bin so "dumm" - einfach aus persönlicher herausforderung für unseren kleinen kochclub, wo es darum geht was ausgefallenes, seltenes zu machen...ich hab zwei rezepte dafür, deswegen will ichs ausprobieren. zuerst aber mal vorfühlen obs überhaupt möglich ist - sprich dass ich das zeug einfach bekomme (meine fleischerin hats nämlich nicht), nicht ein vermögen kostet und von vornherein klar ist, dass es auch ohne dieses utensil funktioniert. und nicht dass ich alles einkaufe und dann feststellen muss, das wird nicht mehr als eine nicht funktionierende sauerei... was für blöde antworten es da allerdings geben kann, erschließt sich meinem humorlosen universum allerdings nicht
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#4
von
SalemSaberhagen
am 17 Dez, 2008 19:57
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Ich mach für den Heiligen Abend eine Wildpastete - im Prinzip also dasselbe, aber ohne Wursthaut drumherum. Leider hab ich aber auch noch keine Erfahrung mit Würstemachen. Bezüglich Erhältlichkeit: am Land kriegst Du das in jedem ein bisschen größeren Supermarkt. Einfach dort schauen, wo es noch ein paar Bauern gibt
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#5
von
v123
am 17 Dez, 2008 20:44
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kA ob ich das dort kriege, denn meine da in der stadt, die sonst immer sehr kompetent ist, meinte ich müsse zur fleischervereinigung und konnte mir auch nicht sagen, ob ich da als "normalsterbliche" einfach reinmaschieren und 5m darm kaufen kann...und da will ich natürlich vorher wissen ob sich der weg auszahlt. und naja, meine sollen dann keine so "kompakten" pasteten werden sondern erdäpfel- bzw reis/breinwürste. doch ich ja noch über ein monat zeit...bis dahin kann man einiges in erfahrung bringen  aber danke mal für deine denkanstoß bzgl ländliche gegend
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#6
von
Varruckte
am 17 Dez, 2008 22:56
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ich werd morgen meine mama fragen - die macht das von zeit zu zeit. vor allem bratwürste und blutwurst wird gern gemacht. ich geb dir dann bescheid.
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#7
von
v123
am 17 Dez, 2008 23:31
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danke, das is ganz nett - da bin ich ja schon mächtig gespannt drauf
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#8
von
silentvoice
am 18 Dez, 2008 21:33
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hat das schon mal jemand gemacht hier? wenn ja, wo muss ich darmhäute preislich dafür ansiedeln bzw gibts unterschiede zw naturdarm (und was soll das sein) und schweinedarm, worauf achten bzw weiß wer, ob es auch ohne "wursthorn" möglich ist?
vielleicht findet sich ja jemand, der was weiß darüber.
Ich habe schonmal Würste gemacht. Ein sehr guter Freund meiner Eltern hat einen Bauernhof und bei der Schweineschlachtung haben wir dann Würste gemacht (u.a.). War aber recht viel zu tun, also den Schritt von Anfang bis Ende. Aber die Würste waren danach immer ein Traum! Allerdings ist das jetzt sicher schon 7 Jahre her, wo ich das letzte mal bei so einer Sache dabei war und geholfen habe.
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#9
von
Varruckte
am 18 Dez, 2008 21:35
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Blunzen:
Mengen: 1 Stück Sauschädl (ungekocht – mit Knochen), 2-3 l Blut (nicht geronnen!!), ½ kg Grieß, 3 Bund Suppengemüse
Sauschädl, zerteilen, kochen (wie Suppe mit Gewürzen und Wurzelwerk) bis sich das Fleisch von den Knochen löst, Fleisch ablösen. Suppe nicht wegleeren, entfetten, warm stellen. Gekochtes Fleisch mit dem gekochten Suppengemüse faschieren, würzen (Thymian, Salz, Pfeffer, Kümmel gemahlen, Knoblauch, Zwiebel – je nach Geschmack auch Zusatzgewürze), warme Suppe dazugeben, rühren bis breiige Konsistenz entsteht. (Schnell rühren damit die Masse nicht zäh wird!)
Kosten!
Zugabe von Blut und Grieß – verrühren.
Schnell arbeiten – sonst stockt die Masse!
Auf der Wurstfüllmaschine (mit mitteldickem Wursthorn) sollen zu diesem Zeitpunkt die Därme schon aufgeschoben sein sonst gerinnt das Blut und die Masse kann nicht mehr in die Därme gefüllt werden.
Brät in die (mitteldicken) Därme einfüllen und mit Spagat zu Kränzchen binden. (Beide Enden abbinden!)
In einem großen Topf Wasser erhitzen, die Blunzen bei 80 bis 85 Grad erhitzen (10 -15 Minuten). Die Blunzen müssen überall (!) ihre rote Farbe verlieren und bräunlich werden damit sie haltbar sind.
Zu diesem Zeitpunkt ist Einfrieren ohne Probleme möglich.
Fertig gebraten werden die Würste bei 180 ° im Backrohr (bis die die Oberfläche knusprig ist).
Beilage: Sauerkraut und Erdäpflschmarrn
Kalbsbratwürstl:
Mengen: 2 – 3 kg Schweinefleischreste faschiert (Speck, rohes Bauchfleisch, Kehle, Stelzenreste, etc.), 2 kg Kalbfleischreste püriert (richtig zerbatzt). 1/2 kg Maizena.
Faschiertes mit geriebener Zitronenschale, gepressten Knoblauchzehen, weißem Pfeffer, edelsüßem Paprika, Salz, Muskat, Neugewürz, Majoran würzen. Evtl zerhackte Pfefferoni zugeben. Maizena und Kalbfleischpürree zugeben. Mit einem Liter Blunzensuppe oder Würfelsuppe zu einem halbflüssigen Brei verarbeiten. Schnell arbeiten!
Einfüllen genauso wie bei den Blunzen. In dünne Därme einfüllen (dünnes Wursthorn). Bratwürste werden zu Paaren verarbeitet indem zuerst das Darmende abgebunden wird, nach ca. 15 cm wieder abgebunden wird und nach weiteren 15 cm erneut abgebunden und auch abgeschnitten wird.
Diese Würste konnen ohne Kochen sofort langsam in Schmalz oder Öl gebraten werden. Auch Einfrieren ist roh kein Problem.
Beilagen: Sauerkraut und Erdäpfelschmarrn.
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